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Im Interview mit Dr. Patrick Honecker, Journalist und studierter Hochschulmanager

1. Was bedeutet Bildung für Sie?
Bildung sehe ich unter einem ganzheitlichen Ansatz, der sich nicht nur auf erlerntes Wissen bezieht. Ein schönes Bild hatte die Renaissance, in der der „gentile uomo“ den vollständig (aus-)gebildeten Menschen darstellte. Sich angemessen in jeder Lebenssituation zu verhalten, sich selbst und anderen gegenüber, war das Ideal dieses Vorgängers des britischen „gentleman“.

2. Was zeichnet einen gebildeten Menschen (heute und in Zukunft) aus? Was eine gebildete Gesellschaft?
Zu wissen, wer man ist, seinen Platz in der Gesellschaft und im Leben zu kennen. Eine gebildete Gesellschaft akzeptiert diese Dichotomie aus Individualität und Verantwortung.

3. Was wird die Zukunft der Bildung bestimmen? (Inhalte?, Medien?, Marketing?, Kapital?, Politik?, Gesellschaft? Jeder Einzelne selbst? …)
Kann man Bildung bestimmen? Bildungswege werden sich generisch weiterentwickeln. Diversität als Konzept gegen eine zwanghafte Normierung schafft dafür die Grundlagen.

4. Was müssen wir Menschen in einer überinformierten Welt wirklich wissen?Sie müssen Ihre Identität kennen, sich der Prozesshaftigkeit der Wesenentwicklung bewusst sein und die für ihre individuelle Potentialentfaltung stimmigen Plattformen kennen.

5. Was wäre eine ideale Bildung?
Eine Bildung, die eine Grundlage dafür schafft, dass Menschen ihren Weg erkennen und gehen können.

6. Was tun Sie für die Zukunft der Bildung?
Neugierig bleiben als Mensch. Als Institution stellt sich die Universität der Herausforderung von Wandel und Komplexität.

Dr. Patrick Honecker,
Journalist und studierter Hochschulmanager

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