„Menschen ein behagliches, schönes Zuhause schaffen.“

Dr. Roland Falk & Hermann Blattner,

Fachverband der Stuckateure

 

Zu unseren poetischen Betrachtungen von Unternehmen, Produkten und Marken lassen wir auch gerne Persönlichkeiten aus der Wirtschaft zu Wort kommen – zu Ihren Visionen, Zielen und Vorhaben, also zu dem, was sie inspiriert und bewegt.

Heute Dr. Roland Falk und Hermann Blattner vom Fachverband der Stuckateure mit dem Titel: „Menschen ein behagliches, schönes Zuhause schaffen.“

 

Schwarzmann: Welche Vision leitet den Beruf des Stuckateurs? Und wie verändert sie die Zukunft dessen, der den Beruf ergreift?
Falk/Blattner: Der Stuckateurberuf wird von der Vision geprägt, den Menschen behagliches, schönes, sicheres, komfortables und energieeffizientes Wohnen und Arbeiten zu ermöglichen. Der Stuckateur hat stets direkte Erfolgserlebnisse, da er immer sieht, was er geschafft/geschaffen hat. Dies führt zu Stolz und Zufriedenheit.

Schwarzmann: Was ist am Beruf des Stuckateurs bewundernswert?
Falk/Blattner: Sinnerfüllte Tätigkeit – nachhaltiges Bestehen der Arbeiten. Vielseitige und abwechslungsreiche Tätigkeiten sowie mannigfaltige Herausforderungen bei jedem einzelnen Projekt. Durch kreative Gestaltung und Lösung hinterlässt er bleibende persönliche Spuren in der gebauten Wirklichkeit.

Schwarzmann: Wie fördert der Beruf des Stuckateurs die besten Seiten dessen,der ihn ergreift?
Falk/Blattner: Der Beruf sollte von Menschen erlernt und ausgeübt werden, die kreativ, handwerklich sowie organisatorisch begabt sind. Durch eine fundierte Aus- und Weiterbildung sowie die Anforderung im Tagesgeschäft werden diese Eigenschaften gefördert und ausgebaut.

Schwarzmann: Welcher persönliche Fortschritt in die Zukunft ist mit dem Beruf des Stuckateurs verbunden?
Falk/Blattner: Innovative energieeffiziente Bauweisen und moderne Gestaltungen prägen die eigene kontinuierliche Fort- und Weiterbildung. Neue Materialien und neue Technologien erfordern lebenslanges Lernen.

Schwarzmann: Hat der Beruf des Stuckateurs eine Vorbildfunktion? Welche?
Falk/Blattner: Der Stuckateur steht als Synonym für gesundes, komfortables, schönes und energieeffizientes Bauen, Wohnen und Arbeiten. Durch seine Arbeit mit qualitativ hochwertigen Materialien und Techniken erzielt der Stuckateur eine Wertsteigerung, Wertbeständigkeit und Langlebigkeit von privaten, geschäftlichen und öffentlichen Gebäuden

Schwarzmann: Welche Spuren kann man in seinem Leben als Stuckateur hinterlassen?
Falk/Blattner: Durch eigengestaltete Gebäude und Räume die teilweise über Jahrhunderte nachfolgenden Generationen dienen. Durch Kirchen, Schlösser und andere Gebäude  haben Stuckateure über die Jahrhunderte sehr eindrucksvolle Spuren hinterlassen. Als Beispiel sei Domenikus Zimmermann (Wieskirche, Steinhausener Kirche und Sießen etc. genannt. Doch auch normale Wohngebäude können über mehrere Generationen genutzt werden und gelten somit als Zeugnis guter Stuckateurarbeit.

Schwarzmann: Welche Leidenschaften lassen sich durch den Beruf des Stuckateurs entdecken?
Falk/Blattner: Die Leidenschaft am Bauen, am erschaffen von Häusern und Lebensräumen und Gestaltung. Durch kreatives Gestalten von Wohn- und Arbeitsräumen und die individuelle Anpassung an die Bedürfnisse seiner Nutzer  kann der Stuckateur positiv auf das Wohlbefinden einwirken.

Schwarzmann: Welche Träume lassen sich in der Realität als Stuckateur umsetzen?
Falk/Blattner:
Ideen werden zu Plänen. Pläne werden durch Stuckateure zur Realität.

Schwarzmann: Welche Vorstellungen von Erfolg liegen dem Beruf des Stuckateurs zugrunde?
Falk/Blattner:
Durch die gezielte Schulung und Ausprägung des räumlichen Vorstellungsvermögens und der handwerklichen Fertigkeit, Geschicklichkeit werden Ideen und Pläne in die Realität umgesetzt, so dass dauerhafte Lösungen entstehen. Durch die Verknüpfung von handwerklichem Können mit kreativem, inspirativem Vorstellungsvermögen entstehen ansprechende, visionäre Ergebnisse für die Bauherren und befriedigen deren individuellen Bedürfnisse.

Schwarzmann: Was ist das Besondere, woran sich das Berufsbild des Stuckateurs orientiert?
Falk/Blattner: An einer nachhaltigen Arbeitsweise, in der Ökologie, Ökonomie und die sozialen Aspekte gleichzeitig berücksichtigt werden.

Schwarzmann: Welche Richtung gibt der Beruf des Stuckateurs dem Lauf der Dinge?
Falk/Blattner: Durch die Notwendigkeit, mit knapper werdenden Rohstoffen, seien es nun Baustoffe oder Energieträger, müssen künftige Bauweisen noch nachhaltiger werden. Der Beruf greift diese Herausforderungen auf, indem etwa effizienter mit Baustoffen umgegangen wird, Materialien recycelt, schadstofffreie Werkstoffe verwendet und die Herausforderungen der Energiewende gelöst werden.

Schwarzmann: Welcher Bestimmung folgen die Ziele des Berufs eines Stuckateurs?
Falk/Blattner:
Die Schaffung von behaglichen, schönen, gesunden und komfortablen Wohn-, Lebens- und Arbeitsräumen.

Schwarzmann: Wie groß sind die Chancen auf Weiterbildung?
Falk/Blattner: Durch die Notwendigkeit des lebenslangen Lernens durch neue Bauweisen und Materialien gibt es zahlreiche Aufstiegs- und Fortbildungsmöglichkeiten bis hin zur Selbständigkeit. Die Zukunftsperspektiven sind sehr gut, da die genannten Marktherausforderungen nach gut ausgebildeten Fachkräften dauerhaft hoch sind.

Welche Gedanken löst der Beruf des Stuckateurs im Kopf der Menschen aus?
Falk/Blattner: Leider ist das Berufsbild des Stuckateurs  momentan nur unzureichend bekannt, da es sehr oft nur mit der „Stuckrosette“ in Verbindung gebracht wird. Der Stuckateur ist jedoch am gesamten Ausbau Decke/Wand/Boden maßgeblich beteiligt und dadurch für zahlreiche Aufgaben erster Ansprechpartner. Wünschenswert wäre, dass künftig das gesamte Leistungsspektrum mit dem Beruf Stuckateur assoziiert wird.

Schwarzmann: Welche positiven Perspektiven bietet der Beruf des Stuckateurs in der Gegenwart? Und für die Zukunft?
Falk/Blattner:
Gebaut wird immer und der große Altbaubestand muss in den nächsten Jahren und Jahrzehnten auf einen modernen Stand gebracht werden. Dies ist nur durch gut ausgebildete Fachkräfte möglich. Da es momentan schon einen Bedarf an weiteren Fachkräften gibt, dürften sich die Zukunftsaussichten für die Beschäftigten der Branche weiter verbessern.

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Dr. Roland Falk 

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Hermann Blattner

 

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