„Jeder ist seines Glückes Schmied.“

Volker Jobst,

 

LandesInnung der Schornsteinfeger Baden-Württemberg

 

Zu unseren poetischen Betrachtungen von Unternehmen, Produkten und Marken lassen wir auch gerne Persönlichkeiten aus der Wirtschaft zu Wort kommen – zu Ihren Visionen, Zielen und Vorhaben, also zu dem, was sie inspiriert und bewegt.

Heute Volker Jobst, Pressesprecher der LandesInnung für Schornsteinfeger Baden-Württemberg, mit dem Titel: „Jeder ist seines Glückes Schmied“

 

Schwarzmann: Welche Vision leitet den Beruf des Schornsteinfegers? Und wie verändert sie die Zukunft dessen, der den Beruf ergreift?
Jobst: Brandschutz und Betriebssicherheit von Feuerungsanlagen, Umweltschutz und Energieeinsparung, „Glücksbringer“ für die Bevölkerung, Energieberatung, Identifiziert sich mit der Tätigkeit und hat jede Menge persönliche Kontakte, Alleinstellungsmerkmal, Positiver Beitrag im Bereich des Klimawandels /Co2-Einsparung

Schwarzmann: Was ist am Beruf des Schornsteinfegers bewundernswert?
Jobst:
Der besondere Status / Ansehen bei der Bevölkerung als neutraler Berater und „Glücksbringer“. Eigenständiges Organisieren und Arbeiten. Großes Vertrauensverhältnis zu den Kunden.

Schwarzmann: Wie fördert der Beruf des Schornsteinfegers die besten Seiten dessen,der ihn ergreift?
Falk: Er geht sorgsamer mit Energieressourcen und mit der Umwelt um. Er erhält einen weiteren Blick für Brandschutz. Kommunikationsfähigkeit wird ständig trainiert. Selbstreflektierung durch ständigen Kundenkontakt.

Schwarzmann: Welcher persönliche Fortschritt in die Zukunft ist mit dem Beruf des Schornsteinfegers verbunden?
Jobst: Selbständiges Arbeiten. Möglichkeit zur Fortbildung zum Handwerksmeister oder Zugang zu anderen Berufsfeldern sowie Studiengängen der Energiebranche. Arbeiten mit vielen Kundenkontakten. Erweiterung des persönlichen Horizontes durch unzählige Kundengespräche. Umgang und Gespräche mit allen Schichten der Bevölkerung. Ständig wechselnde Arbeitsstätten und Kunden stärken den selbstbewussten Auftritt. Wissensvorsprung durch ständige Weiterbildung

Schwarzmann: Hat der Beruf des Schornsteinfegers eine Vorbildfunktion? Welche?
Jobst: Umweltschützer. Sorgsamer Umgang mit Energieressourcen. Sicherheit im Umgang mit Feuerstätten. „Glücksbringer“. Neutrale Beratung der Kundschaft. Seriöse und glaubhafter Dienstleister

Schwarzmann: Welche Spuren kann man in seinem Leben als Schornsteinfeger hinterlassen?
Jobst: Indem ein Bauherr unter fachlicher Beratung des zuständigen Schornsteinfegermeisters sein „Traumhaus“ verwirklicht und die eingebaute Feuerungsanlagen zuverlässig, sicher und umweltschonend auch nach Jahrzehnten noch betrieben werden. Der Kunde davon ausgehen kann, dass vom Schornsteinfeger regelmäßig geprüfte Feuerungsanlagen sicher und umweltfreundlich betrieben werden. Die Gewissheit, dass das Schornsteinfegerhandwerk mit seinen Tätigkeiten zur Verbesserung der Umwelt und der Feinstaubbelastungen beiträgt. „Schwarze Rußspruren auf hellen Fußbodenbelägen“. Zufriedene Kunden in sicheren Wohnungen. Der Kunde denkt bzw. spricht gerne von seinem Schornsteinfeger.

Schwarzmann: Welche Leidenschaften lassen sich durch den Beruf des Schornsteinfegers entdecken?
Jobst:
Auch hier wieder der Umweltschutz. Sinn für Anlagentechnik. Verantwortungsbewusstsein. Umgang und Gespräche mit allen Schichten der Bevölkerung. Interesse an der Gebäudetechnik und an Baumaterialien. Wechselnde Tätigkeit zwischen Handwerk und Verwaltung.

Schwarzmann: Welche Träume lassen sich in der Realität als Schornsteinfeger umsetzen?
Jobst:
Arbeit mit wechselnder Kundschaft. Tausende Kundenkotakte jährlich. Umgang mit Technik die Sicherheit und Umwelt beeinflussen. Eigenverantwortliches selbstständiges Arbeiten. Der Weg zur Selbstständigkeit steht jedem offen.

Schwarzmann: Welche Vorstellungen von Erfolg liegen dem Beruf des Schornsteinfegers zugrunde?
Jobst:
Zur Laufbahn gehört die Selbständigkeit als „bevollmächtigter Bezirksschornsteinfeger“ mit einem eigenen Bezirk oder als Inhaber eines Schornsteinfegermeisterbetriebes ohne Bezirk. Tätigkeit als Gebäudeenergieberater bei der neutralen Beratung zur Energieeffizienz von Gebäuden. Fundierte Ausbildung mit der Möglichkeit zur Selbstständigkeit.

Schwarzmann: Was ist das Besondere, woran sich das Berufsbild des Schornsteinfegers orientiert?
Jobst:
Sicherheit und Umweltschutz. Betriebs- un Brandsicherheit.

Schwarzmann: Welche Richtung gibt der Beruf des Schornsteinfegers dem Lauf der Dinge?
Jobst: Feuerungsanlagen so zu betreiben, dass diese weiterhin betriebs- und brandsicher sind. Feuerungsanlagen zu überwachen, damit „Dreckschleudern“ keine Chance haben. Als Gebäudeenergieberater die Kunden neutral bei Sanierungsvorhaben zu beraten. Das Schornsteinfegerhandwerk stellte sich immer auf Veränderungen ein und blieb damit auf der „Spur.

Schwarzmann: Welcher Bestimmung folgen die Ziele des Berufs eines Schornsteinfegers?
Jobst:
Der Bestimmung die Umwelt nicht noch mehr zu belasten und Rohstoffressourcen auszubeuten. Sicherer Lebensraum für zufriedene Kunden. Der Bevölkerung und den Hauseigentümern ihr Wohneigentum (Häuser und Wohnungen) vor Schadensfällen – ausgehend von Feuerungsanlagen – zu schützen.

Schwarzmann: Wie groß sind die Chancen auf Weiterbildung?
Jobst: „Jeder ist seines Glückes Schmied“. Jeder muss auch ein Weiterbildungsangebot annehmen wollen. Betriebe, Innungen, überregionale Berufsverbände sowie Marktpartner bieten ständig zu aktuellen Themen und Produktneuheiten Schulungen an. Berufsfachschulen bieten Meistervorbereitungskurse an. Nicht nur tariflich gesichert sondern vielseitig angeboten und gefördert. Durch die hervorragende Struktur der Innungen und Verbände untereinander, gibt es viele und unterschiedlichste Möglichkeiten der Weiterbildung.

Welche Gedanken löst der Beruf des Schornsteinfegers im Kopf der Menschen aus?
Jobst:
Der Schornsteinfeger gilt seit Jahrhunderten als „Glücksbringer“. Das rührt aus dem Mittelalter, in dem in Folge einzelner Hausbrände, ganze Städte abgebrannt sind. Mit Einführung der „Kehrpflicht“ und der Schaffung des Schornsteinfegerhandwerks sind diese Schadensfeuer erheblich reduziert worden. Daher ein Glück, wenn der Schornsteinfeger im Haus die Schornsteine und Öfen gereinigt hat. Neutraler Berater zu Fragen der Feuerungsanlagen, Energieeffizienz von Gebäuden und zum Brandschutz. Natürlich Schornsteinfeger = Glücksbringer. Freundlichkeit und Ehrlichkeit.

Schwarzmann: Welche positiven Perspektiven bietet der Beruf des Schornsteinfegers in der Gegenwart? Und für die Zukunft?
Jobst:
Einen sicheren Arbeitsplatz. Einen abwechslungsreichen Arbeitsplatz. Einen gefragten Job als neutraler Berater. Umweltschutz und Energieeinsparung sind aktuelle Themen und werden dies in der Zukunft vermehrt bleiben. Der Bürger hat ein immer mehr steigendes Sicherheitsbedürfnis. Ständige Fort- und Weiterbildung durch Berufsverbände und Marktpartner. Interessanter, vielseitiger Arbeitsplatz im Kleinbetrieb. Viele Perspektiven im Bereich der Betriebssicherheit von Feuerungsanlagen und Anlagentechnik, Energieberatung, Fördermittelberatung.

Interviewteilnehmer_Jobst
Volker Jobst

Leiter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Redakteur der Fachzeitung
Landesinnungsverband Baden-Württemberg
Bevollmächtigter Bezirkschornsteinfeger und Gebäudeenergieberater in Wiesloch

 

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